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TOURISMUSRESORT ANDERMATT
Art des Vorhabens
Entwicklungsplanung
Termine:
2006 - 2010
Nutzung/Funktion:
Tourismusresort
Mitarbeit:
Max Germann, Bruno Achermann, Claudia Gnos
Beschreibung

Mit dem Wandel vom Gebirgsdorf und Armeestützpunkt zum Tourismusresort erhält Andermatt und mit ihm das ganze Urserental eine grosse Chance für eine nachhaltige touristische, ökonomische und soziale Entwicklung. Darin eingeschlossen ist auch die einmalige Gelegenheit, die umfassende, mit dem Wandel verbundene bauliche Erweiterung vorausschauend und kontrolliert ablaufen zu lassen.


Schon die übergeordnete Zielsetzung für die Zonenplanung und den Masterplan standen deshalb im Zeichen einer konzentrierten, sehr dichten Bebauung zugunsten einer langfristigen unverbauten, naturnahen Landschaft.
Die Trassen der beiden wichtigen Verkehrsträger Nationalstrasse und Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) teilen den Raum in verschiedene Sektoren auf. Sie wirken zusammen mit den beiden Flussläufen aber auch als Kraftlinien in einem Beziehungsnetz, das für die Raumordnung bestimmend ist. Zwischen diesen Kraftlinien ergeben sich Felder, denen sich eine präzise Funktion und eine eigene räumliche Gestalt zuschreiben lassen. Das wichtigste Baugebiet wird von den beiden Flussläufen und der Nationalstrasse eingefasst. Es bildet den eigentlichen Siedlungskern für die neue Bebauung. Auf der anderen Seite der Nationalstrasse, begrenzt durch Gotthardstrasse und Gleisfeld der MGB, liegt ein dreieckiges, leicht abgesenktes Gelände, dem eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen dem neuen und dem alten Siedlungskern zukommt. Diese Verbindung soll attraktiv gestaltet werden, so wird ein Austausch der beiden Dorfteile sichergestellt.


Die Vision zeigt die verschiedenen Teilbereiche: Zentrumszone, Hotels, Freizeitzone, Bahnhof, Villen.
Auf Grundlagen dieser Visionen entstand ein Masterplan für Andermatt. Die in diesem Masterplan festgeschriebenen Bebauungsmuster und die Gestaltungsprinzipien sind das Resultat einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Raum und der Baugeschichte des Urserentales. Die Konzepte, die dem Ganzen zugrunde liegen, sind aus mehreren Wettbewerbsverfahren und einer monatelangen, intensiven Kooperation zwischen den beteiligten Planern, den Vertretern der Bauherrschaft und den Mitgliedern der Behörden hervorgegangen. Sie wurden in harten, aber offenen und fairen Diskussionen erarbeitet und stellen in gewissem Sinne einen Querschnitt durch den Stand der nationalen Debatte zum Bauen im alpinen Raum dar.


Nachdem verschiedene Erkenntnisse aus dem Masterplan und den Visionen entstanden sind, übernahm man diese in einen kommunalen Zonenplan, welcher durch die Gemeinde Andermatt und den Kanton Uri genehmigt wurde. Der gesamte QGP wurde im Jahr 2008 durch die Gemeinde Andermatt und den Kanton Uri bewilligt