Neubau

Stoos Lodge

Seit dem Neubau der steilsten Standseilbahn der Welt wurde der Stoos SZ in ein neues Licht gerückt. Das autofreie Bergdorf ist ein beliebtes Reiseziel, vor allem für Familien, Wanderer und Skifahrer. Hierbei ist die Stoos Lodge von zentraler Bedeutung, denn sie wird als 3-Sterne-Superior-Hotel das baufällige Hotel Klingenstock ersetzen und somit das Beherbergungs- und Dienstleistungsangebot auf dem Stoos erweitern; sowohl für den Tourismus als auch für die Anwohner.

Viel wichtiger ist aber die Funktion der Stoos Lodge als ortsbildendes Gebäude, indem sie gemeinsam mit der Bergstation der neuen Standseilbahn dem Dorf eine neue Mitte verleiht, sowohl funktional - als zentrale Ankunftsstelle der Ortserschliessung -, als auch visuell durch die besonderen Bauten. Die Bergstation und die Stoos Lodge stehen als Nachbarbauten in Schrägstellung zueinander und definieren auf diese Weise einen dreieckigen Platz, der das Ensemble bekräftigt. Dabei stellt sich der kompakte, vertikale Bau der Stoos Lodge, der sich an das Erscheinungsbild historischer Berghotels anlehnt, dem eher flachen Gebäudekörper der Bergstation gegenüber. Beide Bauten und der Infobereich erhalten jeweils einen eigenen Vorplatz in Form eines Rundbogens, um die dreieckige Form des Stoosplatzes zu betonen und um die Personenströme gegen die Platzmitte zu fokussieren. Letztere wird durch die Stoossonne, das offizielle Stoos-Logo, hervorgehoben.

Der zentrale und hohe Hauptkörper nimmt ein Grossteil der Hotelfunktionen auf und ruht auf einen ausgedehnten Sockel, der als abgestufte Plattform mehrere untergeordnete Annexbauten bildet und die Geländetopografie betont. Durch die sieben oberirdischen Geschosse und die zwei teilweise hervorstehenden Untergeschosse ist die Stoos Lodge von weit her sichtbar. Sie wird aber durch die Anwendung eines alpinen Bauvokabulars im Kontext des Bergdorfes und und der Landschaft integriert, z.B. über das mit Naturschiefer bedeckte Steildach, der rigorosen Holzfassaden mit den regelmässig angeordneten Öffnungen und dem massiv wirkenden mineralischen Sockel.

Das Hotel umfasst 101 Zimmer mit einer Kapazität von 250 Betten - davon 8 Spa-Suiten -, einen Gastwirtschaftsbereich mit Restaurant, Bar und Lounge, ein kleiner Wellness- und Fitnessbereich, ein Tagungszentrum mit grossem Konferenzraum und diverse Seminarräume, eine öffentliche Kindertagesstätte und ein Kinderparadies mit Indoor-Spielanlage.

Art des Vorhabens

Neubau

Termine

2019 – 2022 (in Ausführung)

Nutzung / Funktion

Hotel mit Gastronomie, Tagungszentrum, Kinderparadies, KiTa und Wellness

Mitarbeit

Alfred Achenbach, Aurélien Véry, Ramon Gisler, Sandra Bürgler, Karin Fischer, Mario Schnüriger, Claudia Gnos, Mike Baumann, Noah Tresch