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Erweiterung und Instandsetzung Schulhaus Romy Hünenberg

Art des Vorhabens
Erweiterung und Sanierung
Termine
2017
Nutzung/Funktion
Schulhaus
Beschreibung

Projektwettbewerb

 

Das bestehende Schulhaus aus dem Jahr 1982 ist eine um einen Innenhof gelegte Schulanlage. Sie bettet sich gut in die Topographie der Landschaft ein. Von der Strasse her kaum erlebbar, kommt der ganze Umfang der Schulanlage erst vom Innenhof aus zur Geltung. Die bestehende Anlage hat ihre Berechtigung und funktioniert in sich gut. Daher möchten wir diese in Ihrer Erscheinungsart und Nutzung so belassen und nur geringfügige Korrekturen/Sanierungen vornehmen. Vor allem möchten wir die Treppenanlage, welche von der Strasse hinunter zum Innenhof führt, stärker in die Gesamtanlage einbinden. Die Abwartswohnung wird abgebrochen und der Neubau schliesst an dieser Stelle an die bestehende Anlage Richtung Osten an. Auf jedem Geschoss ist eine interne Verbindung gewährleistet. Obschon eine Abwartswohnung heutzutage nicht mehr auf dem Schulgelände vorgesehen werden müsste, haben wir die Räumlichkeiten in unserer Projektidee nachgewiesen.

Neubau Erweiterung

Der Neubau soll nachhaltig und flexibel geplant und realisiert werden. Die Auslegung der Statik mit dem strengen Raster lässt im Innenausbau grosse Flexibilität der Leichtbauwände zu. Einerseits weil in der zweiten Etappe der Gesamterweiterung der Neubau als Provisorium für die bestehenden Klassenzimmer dient und spätere Umnutzungen zulässt.

Der Neubau ist als eine Hybridbauweise zwischen Holz- und Betonkonstruktion vorgesehen, wobei die Zwischendecke und Aussenwände gegen Erdreich in Beton erstellt werden und die Fassade und die Dachkonstruktion in vorfabrizierten Holzbauelementen. Dies verkürzt die Bauzeit und erhöht die Behaglichkeit der Nutzer. Die Eingänge für Kindergarten und Klassenzimmer sind getrennt und auf verschiedenen Ebenen angeordnet. Somit sind auch die Nutzungen klar voneinander pro Geschoss aufgeteilt. Auf dem Strassenniveau befinden sich neben den Klassenzimmern auch die Räumlichkeiten für die Lehrer sowie der nachschulischen Betreuung. Den ganzen Baukörper durchstösst ein grosszügiger Glaskubus. Er bringt Tageslicht vom Dach bis in die Garderoben der Kindergärten sowie in den Korridor der Schulzimmer. Er kann vielseitig mit Bepflanzungen bespielt werden oder sogar als Terrarium ausgestaltet werden.

Instandsetzung / Sanierung Altbau

Beim bestehenden Gebäude sollen vor allem hochwertige neue Fenster eingesetzt und die Dächer neu zusätzlich gedämmt werden. Mit diesen Massnahmen und unter Miteinbezug der Gebäudehülle des Neubaus soll über das Gesamtprojekt ein hochwertiger Energienachweis erbracht werden. Über eine hohe Energieeffizienz soll auch der Energiebedarf so ermittelt werden, das eine nachhaltige Gebäudetechnik effizient und kostengünstig realisiert werden kann.

Im Innern der bestehenden Anlage werden die beschriebenen Instandsetzungsmassnahmen und kleine Raumumlagerungen vorgenommen. Sämtliche sanitäre Anlagen werden ersetzt. Der Eingangsbereich der bestehenden Anlage wird neu als Schulleiterbüro mit Besprechungsraum und dem Sozialleiterbüro umgebaut. Darunterliegend wird die Bibliothek angeordnet. Mit dieser Nutzungsumlagerung der Bibliothek wird der bestehende Korridor besser natürlich belichtet und der Innenhof erhält seinen gedeckten Aussenbereich zurück.

Für die Turnhalle wird eine Betonbrüstung auf 2.5 m Höhe gefordert. Aus den Unterlagen ist die Absicht dieser Massnahme leider nicht klar erkennbar. Es stellt sich die Frage ob einen Anprallschutz oder Sichtschutz oder Blendschutz  gefordert wird. Muss dieser von innen oder von aussen oder von beiden Seiten gewährleistet werden. An dieser Stelle möchten wir anmerken, dass eine 2.5 m hohe Betonwand den Tageslichteinfall aufs Stärkste beeinträchtigt und damit auch den Bedarf an elektrischem Licht (Energiestadt) erhöht. Zudem verstärkt sich die Kontrastblendung. Wir würden daher diese Frage gerne in einer Weiterbearbeitung klären.