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Hotel Radisson Blu

Art des Vorhabens
Neubau
Termine
2014 - 2018
Nutzung/Funktion
Hotel 180 Zimmer, ca. 97 Appartements, 18 Penthouses, Bar, Restaurant, Tagungsbereich, Wellness und Spa, Hallenbad. Angegliedert und direkt mit dem Hotel verbunden ist der neue Konzertsaal mit ca. 700 Plätzen von Studio Seilern Architects London.
Mitarbeit
Max Germann, Bruno Achermann, Stephanie Osusky, Martino Epp, Zofia Lakomcikova, Kathrin Bürli, Mario Schnüriger
Beschreibung

Dort, wo die Schöllenenschlucht in die Talebene von Ursern mündet, ragt das neue Hotel Radisson einem Eckpfeiler gleich in den Himmel. Es verkörpert die Empfangsbotschaft für die Destination Andermatt schlechthin und stellt sich dem Ankommenden gewissermassen als bauliches Wahrzeichen entgegen. Verstärkt wird die Botschaft durch die Steinskulptur von Ugo Rondinone, die als überdimensionales «Steinmännchen» auf eine uralte Tradition von Wegmarkierungen hinweist und den Ort im lokalen alpinen Kontext verankert. Eine Verbindung zur lokalen Bautradition sucht auch das Ensemble des langgestreckten Hotelgebäudes mit dem hoch aufragenden Residencetrakt indem es sich der Typologie der alpinen Hotelarchitektur zuordnet und damit den Bogen zu den drei heute verschwundenen Grand Hotels von Andermatt schlägt. Hohe, relativ einfach geschnittene Baukörper mit weit auskragenden Vordächern bilden die Hauptmerkmale der beiden Bauten mit hohen markanten Steinsockeln und darüberliegenden Fassaden aus Holz. Während der höhere Baukörper einen dreigeschossigen Natursteinsockel aufweist, findet das Thema beim Hoteltrakt eine neuzeitlichere Ausprägung in Form eines bewegten Gefüges von grob strukturierten vorfabrizierten Betonelementen. Die Beschränkung auf wenige, wuchtige Formen und rohe Materialien lässt den Gast teilhaben an einer urtümlichen, manchmal strahlend schönen, mitunter aber auch rauen, unwirtlichen und windigen Natur. Die topografische Besonderheit des felsigen Nadelöhrs beim Eingang zum Tal verstärkt sich in der Disposition der beiden Baukörper, die an der engsten Stelle durch einen Querriegel (Lobby, Reception) verbunden sind und so je einen trichterförmigen Aussenraum gegen Norden zur rauen Schlucht des Teufels und gegen Süden zur lieblichen südorientierten Talebene hin ausformen. Es ist denn auch dieser südliche Aussenraum, der zusammen mit den umliegenden Bauten die Piazza San Gottardo bildet und daran erinnert, dass nach wenigen Schritten Richtung Süden der italienische Kulturraum beginnt.

 

Leistungen

Projektentwurf und gestalterische Leitung der äusseren Erscheinung. Innenarchitektur durch MBO SCRL, Bruxelles