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Seniorenzentrum Ursern

Art des Vorhabens
Neubau
Termine
2015 - 2018
Nutzung/Funktion
Seniorenzentrum
Mitarbeit
Max Germann, Alfred Achenbach, José Marinho, Nicole Merz, Christine Wolf, Patricia Kempf, Judit Boros
Beschreibung

Das neue Senioren- und Gesundheitszentrum Ursern in Andermatt fasst die Alters- und Gesundheitsversorgung des ganzen Urserentals an einem zentralen Ort zusammen. Ein denkmalgeschütztes ehemaliges Kommandogebäude der Armee wurde 2016 zu einem öffentlichen Gesundheitszentrum umgebaut. Es umfasst heute eine Arzt-, Zahnarzt- und Physiotherapiepraxis, eine Notfallstation, einen Stützpunkt der Spitex Uri, eine Hörmittelzentrale sowie eine Kindertagesstätte.

Unterirdisch verbunden mit dem historischen Gebäude eröffnete 2018 der Neubau, das Seniorenzentrum, mit insgesamt 32 Zimmern, zwei Alterswohnungen und diversen Gemeinschaftsräumen. Der Komplex mitten im Ortskern soll auch ein Ort der Begegnung sein und die Senioren am Dorfleben teilhaben lassen. Die vielfältigen Dienstleistungen, die im Senioren- und Gesundheitszentrum angeboten werden, schaffen in Kombination mit dem baulichen Konzept die Grundlage hierfür. So konnte auch der Postbetrieb, am ehemaligen Standort, wieder im Eingangsbereich des Neubaus angesiedelt werden.

Ebenerdig gelangt man in das Foyer des Seniorenzentrums mit Empfang, Aufzügen, Treppenhaus, Speisesaal und einer halböffentlichen, bedienten Stube für die Bewohnerschaft und ihre Besucher. Es sollte für die Senioren eine Atmosphäre geschaffen werden, die mehr einer "heimeligen" Hotellerie gleicht, als dem Spitalcharakter vieler anderer Senioreneinrichtungen. Gleichzeitig müssten auch die hohen Anforderungen eines modernen Pflegebetriebes erfüllt werden.

Das architektonische Konzept beruft sich auf die Dichte und Morphologie der Bebauung im Dorfkern von Andermatt. Das grosse Bauvolumen wird auf einzelne sehr eng und annährend orthogonal angeordnete Teilvolumen aufgegliedert. Zwei dieser Volumen sind einfache, rechteckige Baukörper mit Satteldach, das dritte erscheint als Turm und gemahnt an den Flurnamen der "Turmmatte". Damit erfüllt das Ensemble eine Vermittlerfunktion zwischen den gossen Baukörpern des benachbarten Hotel Chedi und den kleineren Häusern im historischen Dorfkern.