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Naturhistorisches Museum Freiburg

Art des Vorhabens
Umbau, Erweiterung
Termine
2018
Nutzung/Funktion
Museum
Mitarbeit
Max Germann, Aurélien Véry, Michèle Brand, Karin Gisler
Beschreibung

Projektwettbewerb im offenen Verfahren
Das naturhistorische Museum Freiburg ist das älteste und zugleich das meistbesuchte Museum des Kantons. Nach mehreren Umzügen hat es sich in einer ehemaligen Eisenbahnwaggonfabrik niedergelassen und ist dort bis in alle Ecken hinausgewachsen. Für den weiteren Fortbestand des Museums hat die Stadt Fribourg entschieden diesen neu im Arsenal Nr. 2, ein 100-jähriges Zeughaus mit Holztragwerk, unterzubringen.

Der Wettbewerbsbeitrag «Profil bas» verhält sich städtebaulich genau wie sein Name es verkündet: das niedrige und längliche Volumen des Zeughauses wird mit einen nach aussen kaum sichtbaren Umbau und einer vorwiegend unterirdischen Erweiterung versehen, sodass sich der Bestand zwischen den hohen umliegenden Bauten zurückhaltend verhält. Dadurch macht sich diese Senke im Stadtprofil aber auch bemerkbar und setzt ein Akzent auf die besondere Haltung des Zeughauses, das als einziges Gebäude senkrecht zur Hauptstrasse liegt – ein Überbleibsel des ehemaligen städtebaulichen Rasters.

Durch die unterirdische Erweiterung soll der Freiraum zwischen dem Zeughaus und der neuen Hochschulgebäude fortbestehen, jedoch mit einer Zäsur – gebildet durch die neue Haupteingangsfront des Museums –, die einen unteren und einen oberen Platz bildet. Beide Plätze sind öffentlich und dienen als räumliche Erweiterung der Museumsfunktionen, u.a. der Haupteingang, die Cafeteria, pädagogische Räume, usw. Die grossen Ausstellungsräume sind in der unterirdischen Erweiterung untergebracht, unter dem Aspekt des freien Grundrisses, der nach Bedarf unterteilt werden kann, während die kleineren Ausstellungsräume und weitere Nutzungen des Museums den fast quadratischen Raster der bestehenden Holz- und Mauerwerkkonstruktion besetzen. Dabei bildet eine schlangenförmige Treppe das räumliche Herz des Museums, an der Stelle wo die verschiedenen Besucherflüsse der Erweiterung und des Bestandes zusammenlaufen.