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BAUERNSCHULE URI
Art des Vorhabens
Neubau und Renovation
Termine:
1992 - 1994
Nutzung/Funktion:
Schulhaus mit Werkstätten
Mitarbeit:
Max Germann
Beschreibung

Längs der Aprostrasse, die von der Talflanke in die Reussebene hinausführt, bildet der Altbau, situiert auf einer leichten Geländewelle, das vorläufige markante Ende einer Gruppe von öffentlichen Bauten. Um dieses Ende nun nicht weiter in die Talebene hinaus zu verschieben, aber auch um die Bedeutung des Altbaus willen, wurde der Neubau wesentlich tiefer gehalten und gegen die Reussmündung hin abgedreht. Damit wird der alte, wichtige räumliche Bezug des historischen Bezirks im Umfeld der Kirche zum Mündungsraum der Reuss wieder aufgenommen, auch wenn er vorerst nördlich der Anlage durch den Damm der N2 versperrt bleiben muss. Zwischen dem Altbau und dem von ihm abgesetzten Neubau öffnet sich der Blick von einer oberen Ebene des Pausenplatzes auf eine untere Ebene des Werkhofs, gleichzeitig vom räumlich gefassten Eingangsbezirk auf die Naturlandschaft des Seedorfer Rieds.

Der Altbau, infolge seiner kleinteiligen Struktur den Räumen des Internats vorbehalten, wurde in seiner Erscheinung als gutes Beispiel aus den 50-er Jahren nach Möglichkeit unverändert belassen. Die grösseren Räume für den Schulbetrieb wurden im Neubau integriert. Im massiven, zum nordwestseitig gelegenen Werkhof hin orientierten Untergeschoss befinden sich die verschiedenen Schulwerkstätten. In den beiden oberen Geschossen, die als Holzskelettbau konzipiert sind, liegen die Schulzimmer. Sie orientieren sich gegen Süden auf das weite Feld der bis zum fernen Kloster ausgedehnten Landwirtschaftszone. Die drei verschiedenen, voneinander getrennten Aussenräume Eingangsbereich, Werkhof und Landwirtschaftszone gestatten eine klare und störungsfreie Zuweisung der Funktionen Wohnen (im Internat), Werkunterricht und Schulunterricht.