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EYSCHACHEN ALTDORF
Art des Vorhabens
Entwicklungs- und Sondernutzungsplanung
Termine:
2011 - 2013
Nutzung/Funktion:
Industrie, Dienstleistungen, Gewerbe
Mitarbeit:
Max Germann, Nicole Merz, Mario Schnüriger
Beschreibung

Mit der Fertigstellung des Quartierrichtplans Bahnhof Altdorf sowie des Quartiergestaltungsplans Eyschachen konnte Ende 2013 die dreijährige Projektphase des kantonalen Entwicklungsschwerpunkts Urner Talboden (ESP UT) erfolgreich abgeschlossen werden. Im Rahmen einer Projektgruppe waren wir massgeblich an der Erarbeitung des Quartiergestaltungsplans Eyschachen beteiligt.

Während beim Bahnhof Altdorf vor allem verkehrspolitische Überlegungen im Vordergrund stehen, liegt das Hauptinteresse im Gebiet Eyschachen auf der wirtschaftlichen Entwicklung. Es handelt sich um eines der letzten grossen, weitgehend noch unbebauten Areale im Urner Talboden, die für Industrie, Dienstleistungen und Gewerbe eingezont sind. Die Landflächen gehören derzeit zum grossen Teil dem Kanton Uri sowie dem Bund (armasuisse Immobilien). Auf einer arrondierten Fläche von rund 120'000 m² soll in den nächsten 20 bis 30 Jahren eine dichte Bebauung mit Industrie- und Dienstleistungsgebäuden, u.a. auch im Forschungs- und Bildungsbereich, entstehen. Es könnten dereinst bis zu 2'500 Arbeitsplätze entstehen.

Der Kanton Uri und die armasuisse Immobilien werden sich als Landeigentümer nun an die Entwicklung des Areals machen. Mit dem Quartiergestaltungsplan verfügen sie über ein eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument, das potenziellen Investoren Planungssicherheit gibt. Mit klaren Vorgaben im Hinblick auf Nutzung, Gestaltung und Infrastruktur, werden folgende Ziele verfolgt:

• hohe Ausnützung des verfügbaren Bodens
• hohe räumliche und architektonische Qualität
• konsequente Umgebungsgestaltung mit Grünflächen
• hohe Arbeitsplatzdichte
• hohe Wertschöpfung

Der Quartiergestaltungsplan wird im Sommer 2014 durch den Gemeinderat Altdorf erlassen und voraussichtlich im Herbst 2014 durch den Regierungsrat genehmigt. Als vorbereitende Massnahmen werden bis 2016 zwei Hochspannungsleitungen verlegt sowie die Eyschachenstrasse und der Kreisel gebaut um die Verkehrserschliessung zu gewährleisten.

Aus architektonischer Sicht ist es wünschenswert, dass die Sonderbauvorschriften konsequent umgesetzt werden. So kann sich der Eyschachen dereinst durch hohe räumliche und architektonische Qualität von den landesweit verbreiteten hässlichen Gewerbequartieren abheben. Eine grosse Chance für Uri, aber auch ein grosse Verpflichtung für Landeigentümer und Behörden.
Weiterführende Informationen und Einzelheiten zum Entwicklungsschwerpunkt Urner Talboden finden Sie hier.