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ZIERIHAUS ALTDORF
Art des Vorhabens
Renovation und Erweiterung
Termine:
1995 - 1996
Nutzung/Funktion:
Gerichtsgebäude
Mitarbeit:
Stefan Danioth
Beschreibung

Der historische Altbau war für die Unterbringung des gesamten Raumprogramms zu klein. Andererseits bestand mitten im Zentrum von Altdorf ein alter, von hohen Mauern umschlossener Garten, dessen vorderer Abschluss der Altbau bildete.


Diese Situation bildete die Grundlage für das Konzept: Im Altbau sollten die Büros der Richter mit Aussicht auf den belebten Platz untergebracht werden. Der Gerichtssaal wurde demgegenüber als separater, transparenter Leichtbau in den schönen, introvertierten Garten gestellt.Dadurch endet der Raum des Saals nicht an den Verglasungen, sondern an den Mauern, die den Garten umschliessen. Ein dritter Bau wurde für die zudienenden Nutzungen mit der Gerichtskanzlei und weiteren administrativen Bereichen wurde als nördlicher Abschluss indie dortige Gartenmauer hineingestellt. Der Raum zwischen diesen drei Bauten wurde mit einem Glasdach überdeckt. Auf diese Weise ist jeder Bau für sich ein eigenes Gebäude. Der Zwischenraum ist einerseits die Fortsetzung des ortstypischen Gassenraums, zugleich aber auch Eingangshalle und Zirkulationsraum.


Der Altbau entstand Ende des 18. Jahrhunderts, seine heutige Fassung erhielt er aber Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Beuroner Mönch der zur damaligen Besitzerfamilie gehörte. Bei der Renovation entschloss man sich, auf diese beuronische Fassung mit dem damals hinzugefügten Turm zurückzugreifen.